Laufende Projekte


rollflex - polytitan - coc

Rollflex


Ziel dieses Projektes ist es, in enger Zusammenarbeit zwischen der CAU, Stensborg A/S, Phi-Stone AG und dem Mads Clausen Institut der SDU ein Innovationsprojektcenter zur Produktion flexibler Solarzellen und LEDs zu etablieren, um nachhaltige Energielösungen zu entwickeln und das große Marktpotenzial in der deutsch-dänischen Grenzregion zu nutzen und weiter auszubauen.


Beschichtbarkeit einer unbehandelten (links) und geätzten Titanoberfläche mit einem Kunststoff

Polytitan


Der Verbund zwischen Titan und Kunststoffen findet in immer mehr industriellen Bereichen Anwendungen. In der Medizintechnik werden beispielsweise Implantate mit Silikon ummantelt, in der Luftfahrt kommen Klebeverbindungen zwischen Titan-Strukturelementen zum Einsatz. Eine breitere Anwendung derartiger Verbindungen wird allerdings durch die unzureichende Haftung zwischen Titan und Kunststoff verhindert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kunststoffe nur an der Oberfläche der Titanbauteile haften und demnach eine rein chemische Verbindung vorliegt. Da Titan eine weitgehend inerte Oberfläche aufweist, ist das Aufbringen von Beschichtungen generell schwierig. Dies bedeutet insbesondere für die Medizintechnik ein Problem, da das Ablösen oder Abschälen von Kunststoffbeschichtungen ein Risiko für Patienten darstellt.

 

Ziel dieses Projektes ist daher die Entwicklung einer teilautomatisierten Demonstrator-Ätzanlage für die Modifizierung der Oberfläche von Titan und Titan-Legierungen, zur Herstellung besonders starker und hochfester Titan-Kunststoff Verbindungen.


Cleaner ocean Coatings


Der Bewuchs von Schiffsrümpfen durch Seepocken und co. wird als Fouling bezeichnet und bringt in der maritimen Gesellschaft erhebliche ökonomische und ökologische Nachteile mit sich. Um dem entgegenzuwirken, werden Schiffe durch sogenannte Antifoulinganstriche vor Bewuchs geschützt. Das Prinzip dieser Anstriche beruht auf der kontinuierlichen Abgabe von Giftstoffen (Bioziden), die Bewuchs abtöten. Derartige Substanzen haben allerdings enorme Auswirkungen auf das Ökosystem und werden mit der im Jahre 2019 in Kraft tretenden EU-Biozidverordnung größtenteils vom Markt verschwinden. Die Entwicklung effektiver Beschichtungen ohne Biozide gewinnt aus diesem Grund rasant an Bedeutung.


Ziel des Projektes COC - Cleaner Ocean Coatings - ist  die Entwicklung einer alternativen biozidfreien Beschichtung sowie einer angepassten teilautomatisierten Applikationstechnik.