Kieler Forscher gewinnen internationalen Wettbewerb in China


Universität Shandong und Qingdao Oceantec Valley zeichnen Phi-Stone AG für umweltfreundliche Schiffsbeschichtung aus

(Kiel, den 15.11.2017) Im Rahmen des internationalen Wettbewerbs „2017 Global Marine Technology Entrepreneurship Competition (MTEC)“ wurden im chinesischen Qingdao Innovationen im Bereich der maritimen Technologien vorgestellt und prämiert. Die Forscher der Kieler Phi-Stone AG setzten sich mit dem Projekt „eco-friendly marine coatings“ gegen 120 Wettbewerber aus sechs Ländern durch. Darunter Teilnehmern aus Paris, London, Toronto, Boston und dem Silicon Valley.

Ingo Paulowicz, Vorstand der Phi-Stone AG: „China ist ein wichtiger Zukunftsmarkt für maritime Technologien. Wir sind stolz auf unseren Erfolg bei einem der weltgrößten internationalen Wettbewerbe auf dem Gebiet der maritimen Innovation.“

Der erste Platz ist mit einem Preisgeld von umgerechnet ca. 65.000 € dotiert. Darüber hinaus wird in Kooperation mit den chinesischen Partnern das Projekt nun in Qingdao vorangetrieben.

„Kiel hat einen international hervorragenden Ruf in der maritimen Forschung. GEOMAR war der Türöffner für uns in China. Und durch die enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Funktionale Nanomaterialien der Christian-Albrechts Universität zu Kiel (CAU) hat das Projekt die innovative Qualität erreicht, die die Jury überzeugen konnte“, so Ingo Paulowicz.

Organismen wie Seepocken siedeln sich an den Außenwänden von Schiffen an, zerstören die Oberflächen und steigern durch den erhöhten Fahrtwiderstand den Kraftstoffverbrauch. Starker Bewuchs erhöht den CO2 Ausstoß von Frachtschiffen bis zu 40%. Um das Anheften von Organismen unter Wasser zu verhindern, werden jedes Jahr 80.000 Tonnen toxischer Beschichtungen, sog. Antifouling, verwendet. Die Phi-Stone AG hat in Zusammenarbeit mit der CAU ein Beschichtungssystem entwickelt, welches ohne den Zusatz von Schwermetallen auskommt. Ganz ohne giftige Stoffe wird das Anhaften von Organismen erschwert. Die Oberflächen sind leichter zu reinigen. Mit der innovativen Beschichtung ermöglicht bereits der normale Fahrbetrieb ein Entfernen des Bewuchses. Durch Verzicht auf toxische Stoffe und geringeren Treibstoffverbrauch wird ein globaler Beitrag zum Schutze der Meere und zur Verringerung der Treibhausemissionen geleistet.


Die Phi-Stone AG ist ein junges Technologieunternehmen mit Schwerpunkt Materialwissenschaften und einer strategischen Ausrichtung auf Technologietransfer. An drei Standorten in und um Kiel mit derzeit elf Mitarbeitern führt die Phi-Stone AG Entwicklungsprojekte für und mit Firmenpartnern unter Mitwirkung der CAU durch.

Dabei entstehen u.a. Oberflächenmodifikationen und Beschichtungstechnologie für Industriewerkstoffe. Ingo Paulowicz: „Wir sehen zukünftig einen weltweiten Markt für Produkte, wie sie die Phi-Stone AG entwickelt.“

 

Ansprechpartner

Ingo Paulowicz (Vorstand, Wissenschaftliche Leitung)

 

Phi-Stone AG

Dorfstraße 2

24247 Mielkendorf

 

Tel.: +49 (0)4347 730970

Mail: inp@phi-stone.de

 

www.phi-stone.de

 

siehe auch 'Aus dem Labor ans Schiff: Biofouling umweltfreundlich beseitigen'

 

Foto/Credit: Shandong University
Foto/Credit: Shandong University

Im chinesischen Qingdao präsentierten vergangene Woche Ingo Paulowicz (rechts, Vorstand der Phi-Stone AG) und Mitarbeiter Haoyi Qiu, der gleichzeitig an der CAU promoviert, ihr Konzept einer umweltfreundlichen marinen Beschichtung

Foto/Credit: HP Voiß
Foto/Credit: HP Voiß
Ein großes Problem für Schiffe:
Organismen wie Seepocken setzen sich auf ihrer
Oberfläche an, beschädigen sie und erhöhen außerdem den Kraftstoffverbrauch.
Foto/Credit: Phi-Stone AG
Foto/Credit: Phi-Stone AG

Auf Schiffen wie der „African Forrest“ wurde die neue Beschichtung bereits erfolgreich getestet.

Bildmaterial in hoher Auflösung schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.