Forschung und Technologietransfer


zwischen Grundlagenforschung und Anwendung

Hochschulen haben neben Forschung und Lehre auch die Aufgabe des Technologietransfers. Die Phi-Stone AG sieht sich als Bindeglied zwischen universitärer Grundlagenforschung im Bereich Materialwissenschaft und der industriellen Anwendung der gewonnenen Ergebnisse.


Die Schwerpunkte liegen auf hierbei auf der Funktionalisierung von Werkstoffoberflächen - wie beispielsweise dem sogenannten 'Nanoscale Sculpturing' - sowie der Schaffung neuer Verbundwerkstoffe mit überwiegend keramischem Charakter.


Eine enge Zusammenarbeit besteht mit der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel aber auch zu den angeschlossenen Instituten und Forschungseinrichtungen. Durch Einbindung der Patentverwertungsagentur PVA SH GmbH hat die Phi-Stone AG die Möglichkeit auf alle in der CAU Kiel entwickelten Patente zugreifen zu können.


Für Forschungsvorhaben erstellt die Phi-Stone AG die erforderliche Planung und wirkt koordinierend zwischen dem Auftraggeber und den universitären Partnern.


Weiterhin ist die Phi-Stone AG aktuell an diversen geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt. Die Themen reichen hier von der Entwicklung einer umweltfreundlicher Schiffsbeschichtung bis hin zu flexiblen Solarzellen und LEDs. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen.

Aktuelle Projekte


RollFlex - PolyTitan - COC

flexible OLED und felxible Solarzellen

RollFlex - Fexible Solarzellen


Ziel dieses Projektes ist es, in enger Zusammenarbeit zwischen der CAU, Stensborg A/S, Phi-Stone AG und dem Mads Clausen Institut der SDU ein Innovationsprojektcenter zur Produktion flexibler Solarzellen und LEDs zu etablieren, um nachhaltige Energielösungen zu entwickeln und das große Marktpotenzial in der deutsch-dänischen Grenzregion zu nutzen und weiter auszubauen.


Beschichtbarkeit einer unbehandelten (links) und geätzten Titanoberfläche mit einem Kunststoff

Beschichtbarkeit einer unbehandelten (links) und geätzten Titanoberfläche mit einem Kunststoff

PolyTitan - Polymer-Titan-Verbund


Der Verbund zwischen Titan und Kunststoffen findet in immer mehr industriellen Bereichen Anwendungen. In der Medizintechnik werden beispielsweise Implantate mit Silikon ummantelt, in der Luftfahrt kommen Klebeverbindungen zwischen Titan-Strukturelementen zum Einsatz. Eine breitere Anwendung derartiger Verbindungen wird allerdings durch die unzureichende Haftung zwischen Titan und Kunststoff verhindert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kunststoffe nur an der Oberfläche der Titanbauteile haften und demnach eine rein chemische Verbindung vorliegt. Da Titan eine weitgehend inerte Oberfläche aufweist, ist das Aufbringen von Beschichtungen generell schwierig. Dies bedeutet insbesondere für die Medizintechnik ein Problem, da das Ablösen oder Abschälen von Kunststoffbeschichtungen ein Risiko für Patienten darstellt.

 

Ziel dieses Projektes ist daher die Entwicklung einer teilautomatisierten Demonstrator-Ätzanlage für die Modifizierung der Oberfläche von Titan und Titan-Legierungen, zur Herstellung besonders starker und hochfester Titan-Kunststoff Verbindungen.


Beschichtung eines Schiffrumpfes mit biozidfreier Beschichtung

COC - Cleaner Ocean Coatings


Der Bewuchs von Schiffsrümpfen durch Seepocken und co. wird als Fouling bezeichnet und bringt in der maritimen Gesellschaft erhebliche ökonomische und ökologische Nachteile mit sich. Um dem entgegenzuwirken, werden Schiffe durch sogenannte Antifoulinganstriche vor Bewuchs geschützt. Das Prinzip dieser Anstriche beruht auf der kontinuierlichen Abgabe von Giftstoffen (Bioziden), die Bewuchs abtöten. Derartige Substanzen haben allerdings enorme Auswirkungen auf das Ökosystem und werden mit der im Jahre 2019 in Kraft tretenden EU-Biozidverordnung größtenteils vom Markt verschwinden. Die Entwicklung effektiver Beschichtungen ohne Biozide gewinnt aus diesem Grund rasant an Bedeutung.


Ziel des Projektes COC - Cleaner Ocean Coatings - ist  die Entwicklung einer alternativen biozidfreien Beschichtung sowie einer angepassten teilautomatisierten Applikationstechnik.


Abgeschlossene Projekte


DKL-WEA - Nanomet

Rotorblattbeschichtung DKL

Rotorblattbeschichtung DKL-WEA


Heutzutage bieten erneuerbare Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasserkraft alternative Lösungsansätze, um den weiter steigenden Energiebedarf zu decken. Die Windenergie spielt hierbei eine tragende Rolle, insbesondere eine Zunahme der Windenergianlagen (WEA) im Offshore-Bereich ist eindeutig abzusehen - allerdings bedeuten hier bereits geringfügige Reparaturarbeiten einen enormen  Logistik- und Kostenaufwand.

Die Entwicklung eines Rotorblatt-Beschichtungsmaterials für Offshore-Anlagen und eine damit einhergehende Einsparung an Reparaturkosten durch Steigerung der Lebensdauer, war das Ziel dieses Projektes.


Abschirmfolie für elektromagnetische Wellen

NanoMet - elektromagnetische Abschirmfolie


In dem Projekt NanoMet wurde eine Abschirmfolie für elektromagnetische Wellen einer definierten Frequenz zum Schutz von Datenträgern entwickelt. Die Folie kann zu einer Schutzhülle für RFID Bank-, Kredit oder Chipkarten verarbeitet werden und verhindert sowohl ein unbefugtes Auslesen als auch eine Störung oder Gefährdung der Karten durch elektromagnetische Einflüsse. Die Folie ist transparent, um eine optische Identifizierbarkeit des zu schützenden Datenträgers zu ermöglichen. Zudem ist sie als selbstklebende Variante herstellbar.

Ein weiteres Projektziel war die Entwicklung einer schwerentflammbaren Folie, welche unter anderem auch als flexibel und  schweißbar klassifizierbar ist.